Solaranlage Basel: Kosten, Förderung und Bewilligung 2026
Vincent Müller12 MInuten

Sie planen eine Solaranlage in Basel? Dieser Guide zeigt Ihnen die echten Kosten, wie Förderungen wirklich funktionieren und was Sie bei der Anbieter-Wahl beachten sollten - ohne Schönrechnerei.
Stand: Februar 2026 | Faktengeprüft und aktuell
Was kostet eine Solaranlage in Basel wirklich?
Die Investition für eine Photovoltaik-Anlage in Basel liegt zwischen CHF 18’000 und CHF 32’000 für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Der Preis hängt von mehreren Faktoren ab:
Kosten-Breakdown nach Anlagengröße:
Anlagengröße | Dachfläche | Investition brutto | Nach Förderung | Jährliche Ersparnis* |
|---|---|---|---|---|
5 kWp (klein) | 30 m² | CHF 18’000 - 22’000 | CHF 12’400 - 16’400 | CHF 1’200 |
8 kWp (mittel) | 48 m² | CHF 24’000 - 28’000 | CHF 18’400 - 22’400 | CHF 1’800 |
12 kWp (groß) | 72 m² | CHF 30’000 - 35’000 | CHF 24’100 - 29’100 | CHF 2’400 |
*Bei realistischem Strompreis 0,32-0,35 CHF/kWh und 35% Eigenverbrauch ohne Speicher
Was ist im Preis enthalten?
Bei seriösen Anbietern in Basel sollte der Preis folgendes beinhalten:
- Hochleistungs-Solarmodule (22-23% Wirkungsgrad)
- Wechselrichter (String oder Hybrid)
- Montagesystem und Verkabelung
- Installation inkl. Gerüst und Elektrik
- Netzanmeldung beim Energieversorger
- Abnahme durch Elektrokontrolle
- Inbetriebnahme und Einweisung
- Garantie (Module: 25 Jahre Produkt + Leistung, Wechselrichter: 10 Jahre)
Zusatzkosten die oft unterschätzt werden:
- Dachsanierung falls nötig: CHF 5’000 - 15’000 (vor Solar!)
- Stromspeicher (optional): CHF 9’000 - 15’000
- Wallbox für E-Auto: CHF 1’500 - 3’000
- Gerüstkosten bei schwierigem Zugang: +CHF 1’500 - 3’000
- Versicherung: ca. CHF 150/Jahr
Förderung Photovoltaik Basel 2026: So funktioniert’s wirklich
Die Förderungslandschaft ist komplex. Hier die wichtigsten Programme und wie Sie sie tatsächlich bekommen:
Bundesförderung (Einmalvergütung) - Der Hauptbeitrag
Die Einmalvergütung (EIV) ist die wichtigste Förderung:
Kleine Einmalvergütung (KLEIV) für Anlagen unter 100 kWp:
Förderhöhe 2026:
- Grundbeitrag: CHF 1’400 (bis 2 kWp)
- Plus CHF 350 pro kWp (2-10 kWp)
- Plus CHF 300 pro kWp (10-30 kWp)
Beispiel-Rechnung:
- 8 kWp Anlage = CHF 1’400 + (6 × CHF 350) = CHF 3’500
- 12 kWp Anlage = CHF 1’400 + (8 × CHF 350) + (2 × CHF 300) = CHF 4’900
WICHTIG - So beantragen Sie richtig:
Für Kleinanlagen (alle Einfamilienhäuser) gilt:
- Installation durchführen
- Anlage in Betrieb nehmen
- DANN bei Pronovo (Bundesstelle) online anmelden
- Auszahlung erfolgt nach Prüfung (aktuell 6-12 Monate Bearbeitungszeit)
Achtung: Beantragen Sie die Förderung innerhalb von 3 Monaten nach Inbetriebnahme, sonst verfällt der Anspruch.
Für Großanlagen über 100 kWp (Gewerbe) gilt ein anderes Verfahren mit Anmeldung vor Baubeginn.
Kantonale Förderung Basel - Die Realität
Basel-Stadt:
Der Kanton Basel-Stadt fördert primär Gebäudesanierung und Heizungsersatz, nicht reine PV-Anlagen. Warum? Weil Solaranlagen heute wirtschaftlich sind.
Wo es Geld gibt:
- Kombination PV + Fassadendämmung: Ja
- Ersatz Öl-/Gasheizung durch Wärmepumpe + Solar: Ja (CHF 2’000-4’000 Bonus)
- Reine Dach-PV ohne Sanierung: Meist nein
Wichtig: Prüfen Sie Ihren konkreten Fall auf energiefranken.ch oder beim Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt. Die Förderrichtlinien ändern sich jährlich.
Basel-Landschaft:
Hier sind die Programme gemeindeabhängig und oft begrenzt:
Realistische Beispiele 2026:
- Liestal: CHF 500 - 800 (Budget oft schnell weg)
- Reinach: CHF 600 pauschal
- Muttenz: CHF 400 - 600
- Pratteln: Keine direkte PV-Förderung mehr
Tipp: Rufen Sie VOR der Installation bei Ihrer Gemeinde an. Viele Programme haben Fristen und begrenzte Budgets.
Steuerliche Abzüge - Der oft vergessene Vorteil
Der größte “versteckte” Vorteil:
- Kantonale Steuern: Investitionskosten als Liegenschaftsunterhalt absetzbar
- Bundessteuern: Ebenfalls absetzbar
- Effektive Steuerersparnis: 20-30% je nach Einkommen und Gemeinde
Beispiel: Bei CHF 24’000 Investition und 25% Grenzsteuersatz sparen Sie ca. CHF 6’000 über 1-2 Steuerjahre.
Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Treuhänder über die optimale Abschreibungsstrategie.
Gesamtförderung Beispiel (realistisch)
8 kWp Anlage in Basel-Landschaft ohne Sanierung:
- Investition: CHF 24’000
- Bundesförderung (KLEIV): CHF 3’500
- Gemeinde (falls Budget da): CHF 600
- Steuerersparnis (25% Satz): CHF 4’800
- Total Förderung: CHF 8’900
- Netto-Invest: CHF 15’100
3 Beispiel-Rechnungen - ehrlich gerechnet
Hier drei realistische Szenarien mit echten Zahlen:
Beispiel 1: Einfamilienhaus Riehen (Klein)
Ausgangslage:
- Schrägdach Süd-Ausrichtung, 35 m² nutzbar
- 4-Personen-Haushalt
- Stromverbrauch: 4’500 kWh/Jahr
- Strompreis aktuell: CHF 0,33/kWh (Ø Basel 2026)
Anlage:
- 5,5 kWp (14 Module à 395 Wp)
- String-Wechselrichter
- Keine Batterie
Kosten:
- Investition: CHF 20’000
- Bundesförderung (KLEIV): CHF 2’625
- Basel-Stadt: CHF 0 (keine Sanierung)
- Steuerersparnis (22% Satz): CHF 4’400
- Netto-Invest: CHF 12’975
Wirtschaftlichkeit:
- Jährliche Produktion: 5’100 kWh
- Eigenverbrauch ohne Speicher 35%: 1’785 kWh
- Ersparnis Strombezug: CHF 589/Jahr
- Einspeisung 65%: 3’315 kWh × CHF 0,10 = CHF 332/Jahr
- Total Ersparnis: CHF 921/Jahr
- Amortisation: 14,1 Jahre
Zusatz mit 5 kWh Speicher:
- Mehrkosten: CHF 6’000
- Eigenverbrauch steigt auf 60%: 3’060 kWh
- Ersparnis: CHF 1’010 + CHF 204 Einspeisung = CHF 1’214/Jahr
- Amortisation mit Speicher: 15,6 Jahre
Fazit: Ohne Speicher amortisiert sich die Anlage schneller. Speicher lohnt sich hier nur bei steigenden Strompreisen oder wenn Blackout-Sicherheit wichtig ist.
Beispiel 2: Einfamilienhaus Allschwil mit Wärmepumpe
Ausgangslage:
- Schrägdach Ost-West
- 5-Personen-Haushalt mit Luft-Wasser-Wärmepumpe
- Stromverbrauch: 8’200 kWh/Jahr (inkl. Heizung)
- Strompreis: CHF 0,34/kWh
Anlage:
- 10 kWp (24 Module)
- Hybrid-Wechselrichter
- 10 kWh Batteriespeicher
- Intelligente Wärmepumpen-Steuerung
Kosten:
- PV-Anlage: CHF 26’000
- Batteriespeicher: CHF 12’000
- Total: CHF 38’000
- Bundesförderung (KLEIV): CHF 4’300
- Basel-Landschaft (Allschwil): CHF 600
- Bonus Wärmepumpen-Kombination: CHF 0 (in BL meist nicht verfügbar)
- Steuerersparnis (24% Satz): CHF 9’120
- Netto-Invest: CHF 23’980
Wirtschaftlichkeit:
- Jährliche Produktion: 9’200 kWh
- Eigenverbrauch mit Batterie + WP-Steuerung 70%: 6’440 kWh
- Ersparnis: CHF 2’190/Jahr
- Einspeisung 30%: 2’760 kWh × CHF 0,10 = CHF 276/Jahr
- Total: CHF 2’466/Jahr
- Amortisation: 9,7 Jahre
Fazit: Hier lohnt sich der Speicher, weil die Wärmepumpe auch abends/nachts Strom braucht. Die Kombination Solar + Wärmepumpe ist sinnvoll.
Beispiel 3: Grosses Haus Basel-Stadt (ohne Sanierung)
Ausgangslage:
- Flachdach, 85 m² nutzbar
- 6-Personen-Haushalt
- Wärmepumpe + E-Auto
- Stromverbrauch: 12’500 kWh/Jahr
- Strompreis: CHF 0,35/kWh
Anlage:
- 15 kWp (36 Module N-Type)
- Hybrid-Wechselrichter mit Notstrom
- 15 kWh Speicher
- Energiemanagement-System
- Wallbox 11 kW
Kosten:
- PV-Anlage: CHF 38’000
- Batteriespeicher: CHF 17’000
- Wallbox: CHF 2’500
- Total: CHF 57’500
- Bundesförderung (KLEIV): CHF 5’650
- Basel-Stadt: CHF 0 (keine Sanierung, keine Zusatzförderung)
- Steuerersparnis (28% Satz): CHF 16’100
- Netto-Invest: CHF 35’750
Wirtschaftlichkeit:
- Jährliche Produktion: 13’800 kWh
- Eigenverbrauch mit Speicher + Wallbox-Steuerung 75%: 10’350 kWh
- Ersparnis: CHF 3’623/Jahr
- Einspeisung 25%: 3’450 kWh × CHF 0,10 = CHF 345/Jahr
- Total: CHF 3’968/Jahr
- Amortisation: 9,0 Jahre
Fazit: Trotz hoher Investition lohnt sich die Anlage durch hohen Eigenverbrauch dank E-Auto und Wärmepumpe. Nach 9 Jahren beginnt der Gewinn.
Installation Basel: Ablauf & realistische Zeitrahmen
Die Installation einer Solaranlage in Basel dauert je nach Anbieter zwischen 6 Wochen und 12 Monaten. Hier der realistische Ablauf:
Typischer Prozess
Woche 1-2: Anfrage & Beratung
- Online-Anfrage oder Anruf
- Terminvereinbarung für Vor-Ort-Besichtigung
- Dachprüfung: Statik, Ausrichtung, Verschattung
- Wirtschaftlichkeitsberechnung
Woche 2-3: Offerte & Entscheidung
- Detailliertes Angebot mit allen Kosten
- Förderungsübersicht
- Amortisationsrechnung
- Vertragsunterzeichnung
Woche 3-8: Planung & Bewilligungen
- Materialbeschaffung (4-6 Wochen Lieferzeit typisch)
- Bauanmeldung bei Gemeinde (falls nötig)
- Netzanmeldung beim Energieversorger (IWB, EBL, etc.)
- Gerüstbestellung
Woche 8-10: Installation (3-4 Arbeitstage)
- Tag 1: Gerüst aufstellen
- Tag 2-3: Montage Module und Unterkonstruktion
- Tag 3-4: Elektroinstallation, Wechselrichter, Verkabelung
- Tag 4: Gerüst abbauen
Woche 10-12: Inbetriebnahme
- Abnahme durch Elektrokontrolle
- Netzanschluss durch Energieversorger
- Inbetriebnahme und Funktionstest
- Einweisung ins Monitoring-System
NACH Inbetriebnahme:
- Förderantrag KLEIV bei Pronovo einreichen (Frist: 3 Monate!)
- Dokumentation für Steuererklärung sammeln
Warum dauert es bei manchen 6-12 Monate?
Hauptgründe für Verzögerungen:
- Subunternehmer-Koordination: Vermittler-Plattformen müssen verschiedene Firmen koordinieren (Dachdecker, Elektriker, Gerüstbauer). Jeder hat eigene Wartezeit.
- Materialbestellung: Viele Anbieter bestellen erst nach Vertragsunterzeichnung. Lieferzeit aktuell: 6-12 Wochen.
- Personalmangel: Nicht genug eigene Monteure, müssen Slots bei Subunternehmern finden.
- Überbuchung: Zu viele Aufträge angenommen, Kunden müssen warten.
Wie schaffen es manche in 6-8 Wochen?
Erfolgsrezept der schnellen Anbieter:
- Eigene fest angestellte Teams: Keine Abhängigkeit von Subunternehmern, planbare Kapazität.
- Parallele Prozesse: Während Material kommt, werden Bewilligungen eingeholt. Nicht sequenziell sondern parallel.
- Erfahrung mit lokalen Behörden: Kennen Prozesse bei IWB, EBL, Gemeinden → schnellere Abwicklung.
- Realistische Kapazitätsplanung: Nehmen nur so viele Aufträge an wie sie stemmen können.
Beispiel AlpenEnergie: 6-8 Wochen durch eigene Teams statt Subunternehmer-Netzwerk. Dadurch volle Kontrolle über Zeitplan und Qualität.
Anbieter-Vergleich Basel: Die 7 entscheidenden Kriterien
Bei über 20 Solaranlagen-Anbietern in Basel ist die Auswahl schwierig. Hier worauf es wirklich ankommt:
1. Geschäftsmodell: Wer macht die Arbeit?
Vermittler-Plattformen:
- Vermitteln Ihre Anfrage an Subunternehmer
- Vorteil: Oft CHF 2’000-4’000 günstiger
- Nachteil: Keine Kontrolle wer kommt, längere Wartezeiten, Qualität schwankt
Vollsortimenter mit eigenen Teams:
- Fest angestellte, geschulte Monteure
- Vorteil: Schneller (6-8 Wochen), eine Verantwortung, gleichbleibende Qualität
- Nachteil: CHF 2’000-4’000 teurer
Kritische Frage: “Arbeiten Sie mit eigenen Teams oder Subunternehmern?” Falls Subunternehmer: “Welche Firmen arbeiten für Sie?”
2. Wartezeit - Der Realitätscheck
Fragen Sie: “Wann kann bei mir installiert werden?”
Red Flags:
- “Kommt drauf an…” (= überlastet)
- “Müssen wir schauen…” (= keine Planung)
- “In 2-3 Monaten vielleicht…” (= Subunternehmer-Abhängigkeit)
Gute Anbieter:
- Geben Ihnen einen konkreten Zeitrahmen
- Maximum 8-10 Wochen Vorlauf
- Halten Termine ein
3. Preistransparenz - Worauf achten
Seriöses Angebot enthält:
- Fix-Preis All-Inclusive
- Jede Position einzeln aufgeführt
- Schriftlich: “Keine Nachforderungen”
- Garantieleistungen klar definiert
Warnsignale:
- “Ab CHF X” ohne Details
- Viele “optional” Posten
- Kleingedrucktes mit Zusatzkosten
- “Unerwartete Probleme können Mehrkosten verursachen”
Fragen Sie: “Ist das der finale Preis oder können noch Kosten dazukommen?”
4. Förderungs-Service - Wer macht die Arbeit?
Was gute Anbieter machen:
- Übernehmen ALLE Förderanträge (Bund, Kanton, Gemeinde)
- Prüfen proaktiv alle Programme
- Inklusive im Preis
- Unterstützen bei Steuererklärung (Unterlagen bereitstellen)
Was schlechte Anbieter machen:
- “Das müssen Sie selbst machen”
- “Können wir für CHF 600 Aufpreis übernehmen”
- Nur Pronovo-Antrag, Rest ist Ihr Problem
Wichtig: Der Pronovo-Antrag (Bundesförderung) ist relativ einfach online. Die kantonalen und kommunalen Programme sind komplizierter. Ein guter Anbieter kennt alle und wickelt alles ab.
5. Garantie-Management - Was in 15 Jahren?
Standard:
- Module: 25 Jahre Herstellergarantie
- Wechselrichter: 10 Jahre
- Installation: 2-5 Jahre
Entscheidende Fragen:
- “Was passiert in Jahr 12 wenn der Wechselrichter kaputt geht?”
- “Sind Sie dann noch erreichbar?”
- “Wickeln Sie Garantiefälle für mich ab oder muss ich mich selbst mit Herstellern rumschlagen?”
Premium-Anbieter bieten:
- Bis zu 40 Jahre Garantie-Management
- Sie wickeln ALLE Garantiefälle ab
- Auch wenn Hersteller wechselt oder pleite geht
- Fester Ansprechpartner über Jahrzehnte
Beispiel AlpenEnergie: 40 Jahre Garantie-Management inklusive. Sie müssen sich nie selbst mit Herstellern auseinandersetzen.
6. Erfahrung in Basel - Warum das wichtig ist
Lokale Erfahrung bedeutet:
- Kenntnis der Förderrichtlinien (Basel-Stadt ≠ Basel-Land ≠ einzelne Gemeinden)
- Routine bei Netzanmeldung (IWB Basel vs. EBL Baselland)
- Wissen über typische Dachtypen der Region
- Beziehungen zu lokalen Behörden (schnellere Bearbeitung)
Fragen Sie: “Wie viele Projekte habt ihr in Basel und Umgebung gemacht?” Unter 20 = wenig Erfahrung, über 50 = etabliert.
7. Ehrlichkeit - Das wichtigste Kriterium
Gute Anbieter sagen auch mal:
- “Bei Ihrem Dach lohnt sich Solar nicht” (Nordausrichtung, zu viel Schatten)
- “Warten Sie noch 2 Jahre, Ihr Dach muss vorher saniert werden”
- “Ein Speicher rechnet sich bei Ihnen nicht”
- “Die Amortisation liegt realistisch bei 10-12 Jahren, nicht bei 7”
Schlechte Anbieter:
- Verkaufen IMMER, egal ob sinnvoll
- Rechnen mit unrealistischen Strompreisen schön
- Versprechen 6 Jahre Amortisation
- Drängen zur sofortigen Unterschrift
Beispiel AlpenEnergie: “Wenn wir merken dass es sich nicht rechnet, sagen wir das offen. Lieber kein Auftrag als ein unzufriedener Kunde.”
Häufige Fehler beim Solaranlagen-Kauf in Basel
Fehler 1: Nur auf den Preis schauen
Der günstigste Anbieter spart Ihnen CHF 3’000-5’000 heute. Aber:
- Was wenn er in 5 Jahren nicht mehr existiert?
- Was wenn Garantiefall eintritt und niemand kümmert sich?
- Was wenn die Module billige China-Ware sind die nach 10 Jahren deutlich nachlassen?
Faustegel: CHF 3’000 mehr zahlen für 20 Jahre Sicherheit ist ein guter Deal.
Fehler 2: Unrealistische Amortisationsrechnung glauben
Viele Anbieter rechnen mit:
- Strompreis CHF 0,45-0,50/kWh (realistisch: 0,32-0,35)
- 90% Eigenverbrauch ohne Speicher (realistisch: 35%)
- Keine Degradation der Module
Realität:
- Ohne Speicher: 10-14 Jahre Amortisation
- Mit Speicher: 9-12 Jahre Amortisation (bei hohem Verbrauch)
Rechnen Sie selbst nach mit konservativen Annahmen.
Fehler 3: Förderung falsch oder zu spät beantragen
Häufige Fehler:
- Pronovo-Antrag (Bundesförderung) nicht innerhalb 3 Monate nach Inbetriebnahme → Förderung verfällt
- Kantonale Programme NACH Installation beantragen (manche brauchen Antrag VOR Baubeginn)
- Gemeinde-Programme nicht geprüft (laufen oft unbemerkt aus oder haben begrenzte Budgets)
Lösung: Lassen Sie alle Anträge vom Installateur machen. Gute Anbieter kennen alle Programme und Fristen.
Fehler 4: Dachzustand ignorieren
Ihr Dach muss mindestens noch 25 Jahre halten. Module halten 40 Jahre - Ihr Dach auch?
Vor Solaranlage prüfen:
- Zustand der Ziegel/Eindeckung
- Statik (Solar wiegt ca. 15-20 kg/m²)
- Dach-Abdichtung
Wenn Sanierung in 5-10 Jahren ansteht: Warten Sie und machen beides zusammen. Sonst müssen Module runter, Dach saniert, Module wieder rauf = Doppelte Kosten.
Fehler 5: Zu kleiner Eigenverbrauch
Solar lohnt sich am meisten wenn Sie den Strom selbst verbrauchen. Einspeisung bringt nur CHF 0,08-0,12/kWh.
Eigenverbrauch erhöhen durch:
- Wärmepumpe (braucht tagsüber Strom)
- E-Auto laden tagsüber
- Waschmaschine, Geschirrspüler mittags laufen lassen
- Warmwasser-Boiler tagsüber aufheizen
- Eventuell Batteriespeicher (wenn wirtschaftlich)
Ohne diese Verbraucher: Solar lohnt sich weniger. Rechnen Sie realistisch.
Lohnt sich Solar in Basel 2026? Die ehrliche Antwort
Für die meisten Hausbesitzer: Ja, aber…
Solar lohnt sich wenn:
- Ihr Dach min. 25 Jahre hält
- Sie mind. 3’500 kWh/Jahr Strom verbrauchen
- Südost bis Südwest Ausrichtung (Ost/West geht auch, aber weniger Ertrag)
- Keine starke Verschattung
- Sie vorhaben min. 10 Jahre im Haus zu bleiben
Realistische Erwartungen:
- Amortisation: 9-14 Jahre (nicht 6-7 wie oft versprochen)
- Danach 25-30 Jahre Gewinn
- Wertsteigerung Immobilie: ca. 60-80% der Investition
- Autarkie: 30-40% ohne Speicher, 60-75% mit Speicher
Solar lohnt sich NICHT wenn:
- Dach muss in <10 Jahren saniert werden
- Starke Verschattung (Bäume, Nachbargebäude)
- Reine Nord-Ausrichtung
- Sehr niedriger Stromverbrauch (<2’500 kWh/Jahr)
- Verkauf des Hauses in <5 Jahren geplant
- Sie haben kein Eigenkapital (Kredit lohnt sich bei 10 Jahren Amortisation selten)
Fazit: Das sollten Sie jetzt tun
Schritt 1: Ist Ihr Dach geeignet?
- Prüfen Sie Ausrichtung (Süd/Ost/West = gut)
- Checken Sie Dachzustand (min. 25 Jahre)
- Schatten-Analyse (online Tools oder Anbieter-Check)
Schritt 2: Vergleichen Sie richtig
Holen Sie 3 Offerten ein und vergleichen Sie:
- Nicht nur Preis sondern alle 7 Kriterien oben
- Eigene Teams oder Subunternehmer?
- Wartezeit realistisch?
- Förderungsabwicklung inklusive?
- Garantie-Management für 20+ Jahre?
- Ehrlichkeit des Beraters?
Schritt 3: Rechnen Sie selbst
Glauben Sie nicht blind Amortisationsrechnungen. Rechnen Sie mit:
- Strompreis: 0,32-0,35 CHF/kWh (nicht 0,45+)
- Eigenverbrauch ohne Speicher: 35% (nicht 70%)
- Eigenverbrauch mit Speicher: 65-75% (nicht 90%)
- Degradation: -0,5% pro Jahr
Schritt 4: Förderungen sichern
- Lassen Sie Installateur alle Anträge machen
- Prüfen Sie auf energiefranken.ch welche Programme es gibt
- Pronovo-Antrag INNERHALB 3 Monate nach Inbetriebnahme!
Kostenlose Erstberatung:
AlpenEnergie bietet ehrliche Vor-Ort-Beratung in Basel. In 30-45 Minuten wissen Sie ob Solar für Ihr Haus sinnvoll ist - auch wenn die Antwort “nein” ist.
Was uns unterscheidet:
- Eigene fest angestellte Teams (keine Subunternehmer)
- Installation in 6-8 Wochen statt 6-12 Monaten
- 40 Jahre Garantie-Management inklusive
- Alle Förderanträge kostenlos übernommen
- Ehrliche Beratung - auch wenn es sich nicht lohnt
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Kosten und Rahmenbedingungen in Basel einordnen
Die Kosten einer Solaranlage sind eine Bandbreite, keine Preisgarantie. Dachfläche, Statik, Ausrichtung, Leistung, Speicher, Zählerkonzept und bauliche Arbeiten beeinflussen die Offerte. Eine Standort- und Dachprüfung schafft die Grundlage für eine nachvollziehbare Einschätzung.
Die Einmalvergütung des Bundes wird über Pronovo abgewickelt. Davon getrennt sind in Basel-Stadt die Vorgaben zum Melde- oder Bewilligungsverfahren. Aktuelle Informationen liefern Basel-Stadt zu Solaranlagen sowie das Baubewilligungsverfahren
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